Allgemeines
Arequipa ist die zweitgrößte Stadt Perus, und stellt das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des südlichen Perus dar.
Der Spitzname von Arequipa ist „Ciudad Blanca“ (weiße Stadt).
Arequipa ist ein sehr guter Ausgangspunkt für Ausflüge in atemberaubende Landschaften wie den Colca Cañyon,
Cotahuasi Cañyon (beide sind die tiefsten Schluchten der Welt) oder das Valle de los Volcanes.
Der Colca Cañyon ist 3200m tief und wurde nach den Colcas, den Getreidelagern der Inkas in versiegelten Gewölben in den Felswänden des Canyon, benannt.
Besucher können einige erhaltene Colcas in den Höhlen der Region besichtigen; diese Getreidelager, eine uralte Inkatradition, die seit etwa 1800 v. Chr. belegt ist, haben einen Durchmesser von 1 m und bestehen aus Stroh und Schlamm. Ebenso sehenswert sind die Städte im Tal des Cañyon wie Yanque und Chivay, deren Aussehen seit beinahe 400 Jahren unverändert geblieben ist, und die vielen Grabmäler und Ruinen aus der Zeit vor der Besiedelung durch die Inkas.
Bei Arequipa befinden sich einige Vulkane mit einer Höhe von 5665 bis 6288 m, von denen der Misti (5.822m) die Stadt überragt.
Die Reserva Nacional de Salinas y Aguada Blanca ist seit 1979 ein Naturreservat auf 366.936 ha Fläche und befindet sich in den Provinzen Arequipa und Caylloma. Die Vulkane Misti und Ubinas befinden sich in diesem Naturschutzgebiet. Es wurden hier 138 Vogelarten, 24 verschiedene Säugetiere, 3 Arten von Reptiliien und 4 Amphibienarten gezählt. Die Sumbay Höhlen auf 4.127 m Höhe befinden sich ebenfalls im Naturreservat Salinas y Aguada Blanca.
Daten & Fakten
Höhe:
2335 m
Provinz:
Arequipa
Einwohner:
822.000
Klima:
ganzjährig sonnig und trocken
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Beste Reisezeit:
ganzjährig möglich
Gesundheitshinweise allgemein:
Vorsicht ist geboten bei Ausflügen, die in eine Höhe ab 3.000 m führen, weil sich hier Anzeichen der so genannten Höhenkrankheit einstellen können. Im Zweifel sollte vor Reiseantritt der Arzt befragt werden. Wichtig ist eine Akklimatisation an die Höhe, d.h. nicht sofort Ausflüge in hohe Ortslagen unternehmen, sondern zunächst in tiefer gelegene Bereiche. Anstrengungen sind dabei zu vermeiden.
Tipps für Ausrüstung und Kleidung:
Kopfbedeckung, Sonnenschutz, Sonnenbrille, bequeme Wanderschuhe
Sehenswertes:
Arequipa ist eine wunderschöne Stadt mit Kirchen und Klöster, und auch als die "Weiße Stadt" bekannt, da die alten Häuser, die Kirchen und alten Klöster aus Sillar erbaut wurden, ein Material von weißer und perlenartiger Farbe, welche die Stadt in herrlichem Glanz erscheinen lässt.
In seiner Stadtgeschichte spielten immer wieder schwere Erdbeben eine wichtige Rolle, die besonders die Architektur der Stadt veränderte. Im historischen Zentrum kann man den architektonischen Stil Arequipas in reinster Form betrachten. Dieser Stil, der vom italienischen Barock, vom spanischen Plateresk Stil und vom originalen andinen Stil ausgeht, verstärkte sich Ende des 17. Jahrhunderts.
Im Jahr 2000 wurde Arequipa von der UNESCO, wegen seiner kolonialen Architektur zum Weltkulturerbe erklärt und gilt als eine der sehenswertesten Städte des Landes und ist deswegen unter Kultur-Liebhabern sehr beliebt.
Eine kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten:
- Die Kathedrale „La Catedral“ von Arequipa gilt als einzigartig in Peru, da sie die gesamte Seite der Plaza de Armas einnimmt.
- Das Kloster Santa Catalina ist eine kleine Stadt hinter hohen Klostermauern: verwinkelte Gassen, Zellen, die kleinen Apartments gleichen, winzige Gärten und viele Andachtsstuben und gilt als eines der wichtigsten religiösen Bauwerke aus der Kolonialzeit. Das 20.000 m² große Gelände ist zweifellos Arequipas größte Attraktion. 1579 von der Witwe eines angesehenen Bürgers gegründet, ist ein kleiner Teil bis heute von Dominikanernonnen bewohnt. Der Rest ist zugänglich.
- Die Iglesia de la Compañía liegt am unteren Ende der Plaza de Armas. Sie wurde 1595 bis 1698 für die Jesuiten gebaut und gilt als gutes Beispiel für die Vermischung des barocken und mestizischen Baustils. Die Fassade zeigt vielfältige Elemente der indigenen wie auch der spanisch-katholischen Kultur.
Tiere:
Andencondor, Lamas, Alpakas, Guanakos
Entfernungen:
Vulkan Misti
Reserva Nacional de Salinas y Aguada Blanca
Vulkan Chachani
Cruz del Cóndor
Cuevas de Sumbay (Sumbay Höhlen)
Colca Cañyon
Chivay
Bosque de Piedra de Imata
Vulkan Ampato
Puno
Tacna
Arica (Chile)
Cusco
Nazca
La Paz (Bolivien)
Ica
Pisco
Lima
Chiclayo
Huaraz
Trujillo
Tumbes
20 km
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1417 km
1570 km
2273 km
Höhenlagen:
Vulkan Picchu Picchu
Vulkan Misti
Vulkan Chachani
Vulkan Ampato
5.665 m
5.822 m
6.075 m
6.288 m
Flughafen:
Internationaler Flughafen „Aeropuerto Rodríguez Ballón“
Entfernung zum Stadtzentrum: ca. 50 km
Flughafencode: AQP
Kurzgeschichte der Stadt
8000-6000 v. Chr.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung.
Ab 1250
Die Region gehört zum Reich der Inka.
1535
Eroberung der Region durch den spanischen Konquistador Diego de Almagro el Viejo.
1540
Gründung der Stadt als spanische Residenz unter dem Namen „Villa de Nuestra Señora de la Asunción del Valle Hermoso de Arequipa“.
Der Name leitet sich mutmaßlich von dem Quechua-Ausspruch „are quepay“ (zu Deutsch: „Ja. Bleiben Sie!“) ab, den der Inka Mayta Cápac bei seiner Ankunft im Tal des Rio Chili gesagt haben soll.
1541
Arequipa erhält die Stadtrechte und entwickelt sich dadurch zur Handelsstadt zwischen Küste und Anden.
1579
Bau des Klosters „Santa Catalina“.
1595
Baubeginn der Kirche „La Compañía“ (bis 1698).
1629
Beginn des Baus der Kathedrale von Arequipa.
1784
Zerstörung großer Teile der Stadt durch ein Erdbeben.
Ab 1871
Bau der Eisenbahnlinie und damit weitere Stärkung Arequipas als Handelsstadt.
1868
Zerstörung der kompletten Stadt durch ein weiteres Erdbeben.
1870
Die Eisenbahn fährt von Arequipa nach Matarani.
1844
Der Wiederaufbau der Kathedrale ist beendet.
1868
Schweres Erdbeben, welches viele Gebäude, darunter die Kathedrale, schwer beschädigt.
1904
Die Eisenbahnverbindung wird nach Puno und Cusco verlängert.
1936
Am 28.März wird der später weltbekannte Schriftsteller Mario Vargas LLosa in Arequipa geboren.
2001
Beschädigung vieler Gebäude der Stadt durch eines der schwersten Erdbeben.
2010
Heute leben in Arequipa über 822.000. Menschen, die überwiegend vom Handel und der Landwirtschaft im Tal des Río Chili und zunehmend auch vom Tourismus leben.